Pornografische Inhalte im Schulprojekt sind ein ungeheuerlicher Vorgang und nicht hinnehmbar

Medienberichten zufolge ermittelt die Polizei in Sachsen wegen des Verdachts der Verbreitung pornografischer Inhalte an Minderjährige im Rahmen eines Theaterprojekts an einer Schule. Demnach wurde das Theaterprojekt von der Amadeu Antonio Stiftung angeboten und organisatorisch verantwortet. Der Vorsitzende der CDU-Fraktion Mecklenburg-Vorpommern, Daniel Peters, erklärte:

„Der geschilderte Vorgang löst bei uns großes Entsetzen aus. Es ist für mich völlig unverständlich, wie es überhaupt dazu kommen konnte, dass minderjährige Schülerinnen und Schüler zwei Kursleiterinnen anvertraut wurden, die ein pornografisch aufgeladenes Theaterprojekt planten. Schule muss ein geschützter Raum sein, in dem pädagogische Verantwortung Priorität hat. Das hier geschilderte Vorgehen widerspricht diesem Anspruch fundamental.

Vor diesem Hintergrund rate ich dringend dazu, die Angebote der Amadeu Antonio Stiftung insgesamt kritisch zu prüfen. Es kann nicht sein, dass Projekte ohne ausreichende inhaltliche Kontrolle an Schulen gelangen und dort eingesetzt werden. Gerade wenn externe Träger Programme anbieten und durchführen, braucht es klare Qualitätsstandards und eine verlässliche Prüfung der Inhalte. Das gilt insbesondere dann, wenn öffentliche Mittel eingesetzt werden. In diesem Zusammenhang ist auch die angekündigte Überprüfung der NGO-Förderpraxis durch Karin Prien ein wichtiger und richtiger Schritt. Bei der in Reden stehenden Stiftung scheint so einiges nicht recht in Ordnung zu sein.

Wir gehen derzeit davon aus, dass es ähnliche Angebote in Mecklenburg-Vorpommern nicht gibt. Ich erwarte dennoch vom Bildungsministerium in Mecklenburg-Vorpommern, dass hier schnellstmöglich eine umfassende Überprüfung erfolgt. Ziel muss es sein, solche Vorfälle konsequent auszuschließen. Eltern, Schülerinnen und Schüler müssen sich darauf verlassen können, dass schulische Projekte verantwortungsvoll und altersgerecht gestaltet werden und kein Spielplatz für fragwürdige Aktivistinnen und Aktivisten sind. Dafür trägt das Land eine klare Verantwortung.“

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