Ausbildungspakt für MV – Kein Talent darf auf dem Weg in den Beruf verloren gehen

CDU-Spitzenkandidat Daniel Peters hat nach der heute vorgestellten Ausbildungsumfrage der IHK Neubrandenburg mehr landespolitisches Engagement für den Ausbildungsmarkt gefordert:

„Der Fachkräftenachwuchs in Mecklenburg-Vorpommern gerät zusehends unter Druck. 57 Prozent der befragten Betriebe konnten nicht alle angebotenen Ausbildungsplätze besetzen. Fast jeder zweite Betrieb berichtet von fehlenden oder ungeeigneten Bewerbungen. Besonders alarmierend ist, dass 95 Prozent der Ausbildungsbetriebe zumindest teilweise Defizite bei der Ausbildungsreife feststellen. Die Politik darf diese Entwicklung nicht achselzuckend hinnehmen und die Betriebe mit den zumindest zum Teil politisch verursachten Folgen alleinlassen. Gerade angesichts des demografischen Wandels müssen wir jeden jungen Menschen bestmöglich auf den Einstieg ins Berufsleben vorbereiten und den Betrieben das Ausbilden erleichtern. Eine Schulpolitik, die auf Leistung setzt, gehört an der Stelle ebenso dazu, wie eine stärkere Ausrichtung auf die berufliche Praxis: Digitale Schulen und das Erlernen von Fremdsprachen sind wichtig – das ist aber kein Ersatz dafür, dass die entscheidende Grundlage für jede weitere Bildung und Ausbildung das sichere Lesen, Schreiben und Rechnen ist.“

Lars Schwarz, in Daniel Peters‘ Kompetenzteam zuständig für den Bereich Wirtschaft ergänzt:

„Die duale Ausbildung selbst ist nicht das Problem. 84 Prozent der befragten Azubis würden ihren Ausbildungsbetrieb weiterempfehlen und 78 Prozent haben ihren Wunschberuf gefunden. Darauf kann man aufbauen und mehr junge Menschen erfolgreich in Ausbildung bringen. Die Betriebe tun ihr Möglichstes und zwar aus eigenem Interesse! Ausbildung im Flächenland scheitert oft am Thema Mobilität. 28 Prozent der befragten Azubis brauchen mindestens eine Stunde zur Berufsschule. Der nicht rückzahlbare Führerscheinzuschuss von 2.000 EURO kann an der Stelle ebenso helfen wie eine Azubi-Prämie von 3.000 Euro bei erfolgreichem Abschluss der Ausbildung. Daneben schlage ich einen Ausbildungspakt von Landesregierung und Wirtschaft vor: Wir müssen Schule und Arbeitswelt viel enger zusammenbringen. Jede weiterführende Schule soll feste Partnerbetriebe haben, Praxiseinblicke und Betriebspraktika müssen selbstverständlich werden. Die Kammern sollen Defizite bei der Ausbildungsreife frühzeitig benennen und gemeinsam mit dem Bildungsministerium auf konkrete Verbesserungen drängen.“

Cookie Consent mit Real Cookie Banner