Schulessen aus staatlichen Kantinen ist ein teurer Irrweg – Entscheidungen über Essensanbieter gehört in die Schulen – Preisdeckel sollte diskutiert werden

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Schulessen aus staatlichen Kantinen ist ein teurer Irrweg – Entscheidungen über Essensanbieter gehört in die Schulen – Preisdeckel sollte diskutiert werden

Auf Beschlüsse von SPD, LINKEN und GRÜNE geht der Plan zurück, die Rostocker Schulen künftig zentral von einer staatlich betriebenen Küche aus zu versorgen. Medienberichten zufolge wird diese Lösung teuer – sowohl für die Eltern als auch für die Stadt Rostock und damit für die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler. Hierzu erklärt der CDU-Kreisvorsitzende und Bürgerschaftsmitglied Daniel Peters:

„Die Pläne, die Versorgung der Schulen aus einer Zentralküche in Staatshand zu organisieren, sollten schnellstens zu den Akten gelegt werden. Ich habe den Sinn hinter diesem Vorhaben nie verstanden: Weder kann eine Staatsküche besser kochen als private Anbieter noch ist sie billiger. Auch der Ansatz, allen Schülerinnen und Schülern zwingend das gleiche Essen vorzusetzen, erschließt sich mir nicht. Unterschiedliche Bildungschancen werden dadurch jedenfalls nicht ausgeglichen.

Offen sollten sich alle politisch Verantwortlichen über die Deckelung des Essenspreises zeigen. Mehr als 4,50 Euro darf das Essen aus meiner Sicht derzeit nicht kosten. Dafür braucht es aber keine Staatsküche.

Die Stadt sollte ihren teuren Irrweg schnellstens verlassen. Die Kostenschätzungen sind schon jetzt alarmierend, nach meiner Erfahrung sind sie aber noch defensiv gerechnet. Außerdem sehe ich keinerlei Bedarf: Es gibt genügend private Anbieter, die sich über Aufträge freuen würden. Schon 2015 haben wir als CDU gefordert, die Entscheidung über den Anbieter in die Schulen zu verlagern. Sollten die Oberbürgermeisterin und ihr Sozialsenator an den Plänen entgegen aller Warnungen festhalten, wird das Vorhaben vor allem zu einem Hilfsprogramm für Imbissbuden, die schon jetzt einspringen, wenn es Kritik am Schulessen gibt.“

Die Fraktionsvorsitzende der CDU / UFR-Bürgerschaftsfraktion und Stellv. Kreisvorsitzende Chris Günther ergänzt:

„Jede Rekommunalisierung erfordert eine sorgfältige und wirtschaftlich solide Einzelfallprüfung der Chancen und Risiken. Die Entwicklungen seit 2015 und die bis dato veröffentlichten Zahlen sprechen eher für ein maximales Risiko, das nicht tragfähig ist. Ein Meinungswechsel der Verwaltung und von Rot-Rot-Grün ist dringend erforderlich.